Dienstag, 22. September 2026

Music makes happy

 









Was würd ich tun, wenn es sie nicht gäbe


Was würd ich bloss tun, wenn es sie nicht gäbe.

Die Selbstgespräche. Diese kleinen täglichen Helferchen, diese wunderbaren Dialoge mit dem eigenen Selbst. Diese Vertiefung des sich selber annähern und immer besser kennenlernen. So frei, so offen, so ehrlich. So ganz ich selbst. So nah kommt dir sonst fast keine/r. Mal laut, dann wieder so richtig laut oder vielleicht auch leise, flüsternd oder gar nur in dir selbst. Still. Und dennoch kannst du es "hören".


Ich liebe diese Selbstgespräche. Ich mag diese Begegnungen mit mir selber.


Ich liebe Selbstgespräche. Irgendwann muß ich mich ja mit einem gescheiten Menschen unterhalten.

Georg Rechner (*1951), Aphoristiker



Selbstgespräche haben den Vorteil, daß man immer zu Wort kommt.

Oliver Goldsmith


Man führt nicht mehr genug Selbstgespräche heutzutage. Man hat wohl Angst, sich selbst die Meinung zu sagen.
Jean Giraudoux


Herbert G. Wells


Plato


„Man führt nicht mehr genug Selbstgespräche heutzutage. Man hat wohl Angst, sich selbst zu begegnen.“ – Jean Giraudoux


Ich sage, was ich denke, damit ich höre, was ich überhaupt zu sagen habe.“




Sonntag, 26. Juli 2026

Von der Toleranz und Akzeptanz

 


Ein sehr schwieriges Thema. Und herausfordernd. Für alle. Für die, welche Toleranz einfordern und für die, welche Toleranz nicht geben können, weil es gegen Prinzipien verstösst. Aber auch für alle die, welche oft tolerant sind und dabei merken, wie rasch man da an seine eigenen Grenzen stossen kann.

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Verständnis heißt nicht, man kann etwas versteht, sondern es im Licht der Toleranz zu sehen.


Akzeptieren heißt, die Realität anzuerkennen. Respektieren heißt, die Würde des Anderen zu achten. Tolerieren heißt, etwas auszuhalten, das man nicht gutheißt.

Ertel, Timo
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Es muss schwierig sein und oft kaum auszuhalten, wenn eine "Art zu leben und zu lieben" nicht nur nicht toleriert oder abgelehnt wird, sondern gar regelrecht bekämpft wird. Wenn Menschen, die diese "Art zu leben und zu lieben" mit Verachtung und Hass übersäht werden. Von Menschen, die sich zwar in keiner Art und Weise persönlich von Homosexuellen bedroht werden müssen und dennoch nur Hass als Antwort auf eine ihnen fremde Lebensart übrig haben. Vielleicht weil sie selber zutiefst verunsichert und unglücklich sind ? Vielleicht, weil sie irgendetwas nachplappern, was ihnen gewisse politische Strömungen und religiöse Extremisten vorgeben. Ohne zu überlegen, ohne nachzudenken, ohne Hirn, Verstand und Anstand.
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Toleranz beginnt mit dem Verzicht auf die kulturelle Inanspruchnahme von Recht und Unrecht, richtig oder falsch.

Thomas Voiß

Die eigenen Merkmale nicht verlieren, doch auch die fremden akzeptieren, nur so kann Toleranz funktionieren.

Kühn-Görg, Monika

Toleranz bedeutet nicht Gleichgültigkeit, sondern Annehmen des Andersartigen. 

Exler, Georg-Wilhelm

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Nicht nur bezüglich Homosexualität, besonders auch bezüglich Glauben und Religion ist Akzeptanz und Toleranz ein Begriff, der bei zu vielen Menschen verkümmert oder gar nicht mehr vorhanden ist.


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Werden Andersgläubige Ungläubige genannt, ist dies unglaublich intolerant.

Kühn-Görg, Monika

Der größte und wichtigste Unterschied zwischen Religion und Wissenschaft: Wissenschaft entwickelt sich stets weiter, da durch Widerspruch inspirierbar. Religion dagegen will für Stillstand sorgen und täuscht dem Menschen damit etwas vor, was es nicht gibt. 

Thomas Riedisser

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Es ist für uns alle eine riesengrosse Herausforderung, dass wir uns nicht dazu hinreissen zu lassen - zuerst durch fehlende Toleranz und Akzeptanz - dann dem Hass freien Lauf zu gewähren. Der Einfachheit halber. Und weil es so verdammt schwierig ist, sich vertieft mit den eigenen Gefühlen und Ängsten sowie den persönlichen Grenzen und ihrer Konsequenz auseinander zu setzen.


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Wo Bildung schweigt, predigt der Hass.

Ertel, Timo


Gewalt und Hass sind immun gegen Liebe. Man kann sie nur mit Faust und Peitsche vertreiben. Das ist es, was für den Liebenden so schwer begreiflich ist. 

Keimel, Markus


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Darum...



Die Konsequenz des Glücks ist die Liebe. Sie trägt Hoffnung und Freude als Licht ins Herz

Artinger, Heidi Maria


„Niemals in der Welt hört Hass durch Hass auf. Hass hört durch Liebe auf.“ – Buddha 


„Die Liebe und das Mitgefühl sind die Grundlagen für den Weltfrieden – auf allen Ebenen.“ – Dalai Lama 


Nichts ist relativer als die Normalität.  Exler, Georg-Wilhelm






Mein persönliches Plädoyer:
Ich liebe Menschen, die nicht genau gleich
"ticken", denken, fühlen, leben (*)
genau gleich fest wie ich Menschen liebe,
die mir in dieser oder jener Lebensart
ein bisschen ähnlicher sind. Oft gar mehr !
Und Du ? Versuch es doch auch !

(*) Staatszugehörigkeit, Religion + Glauben,
Hautfarbe, Rasse, Sexuelle Ausrichtung ...













Sonntag, 19. Juli 2026

Italien - Ligurische Küste: Sanremo, Bergeggi, Spotorno, Noli, Savona // Text: Italien und die Italiener

 


    









mehr Fotos Ligurische Küste





Italien / die Italiener

Um es gleich vorweg zu nehmen. Sie sind anders. Anders als wir. Dürfen sie auch. Sollen sie auch.

Sie grüssen zum Beispiel nicht auf dem Wanderweg oder an der Bushaltestelle. Dieses ewige "Grüezi" oder "Grüessech" wie bei uns in der Schweiz, das fehlt. Soll auch erwähnt werden, dass eben dieses antrainierte Schweizer "Grüessech" auch nicht überall gern gehört wird. Habs auch mal schon ausprobiert, am Bahnhof Bern oder Zürich, beim Warten auf den Zug. Jesses, wie die Leute dich anstarren.
Zurück zu den Italienern.
Sie sind viel unterwegs. Weil sie ihre "macchina" (Auto, kleines Auto, ganz kleines Auto, Motorrad oder Motorroller, Vespa) so sehr lieben, gehen sie auch gern mal mit ihrem Kehrricht zu Fuss so ca. 200 Meter weit zu ihrer macchina, steigen ein, und brummeln dann so ca. 400 Meter zum nächsten Container, um den Mist los zu werden. Dann alles wieder zurück, am Schluss wieder ca. 200 Meter zu Fuss. Ein bisschen Bewegung schadet ja nicht.
Und die Motorroller-FahrerInnen, die kleben immer ca. 5-10 cm vom Rand der ausgezogenen Mittellinie entfernt. Klar, natürlich - immer auf der Gegenfahrbahn. Hab mich gefragt, ob es in italienischen Spitälern spezielle Abteilungen für Motorrad- und Motorroller-FahrerInnen gibt. Wo man dann so ganz unter sich sein kann.
Sie kleiden sich gerne gut. Manchmal ein wenig knapp - vor allem wenn Frau und vermutlich noch jung und unverheiratet. Dann darf ruhig ein bisschen mehr vom Gehalt für ein bisschen weniger Stoff drauf gehen.
Sie reden gern. Sie reden viel. Sie reden pausenlos, könnte man ab und zu meinen. Über was sie da ununterbrochen sprechen entzieht sich meiner Kenntnis, da ich im Italienischkurs bei Lektion 8 feststecke. Ganz unter uns: Das soll sich jetzt ändern. Subito.
Die Männer - ok, nicht ganz alle - die greifen sich oft zwischen die Beine, und ziehen an ihrem Ding. Müssen es wohl neu platzieren oder wollen einfach sicher sein, dass das Teil einfach noch da ist. Ist ja auch wichtig und ganz legitim. In Italien.
Die Hunde dürfen mit in den Supermarkt. In speziellen Karton-Hundeboxen, die dann einfach in den Einkaufswagen gestellt werden. Und los geht das Einkaufsvergnügen. Die Hunde gucken meist ganz fröhlich zu, was die Herrchen oder die Frauchen diesmal so auswählen. Speziell bei der Frischfleisch-Abteilung wedelt es noch ein bisschen mehr als dort beim Gemüse und den Früchten.


Bleibt zu sagen. Ich mag sie, die ItalienerInnen. Nicht nur wegen den leckeren Teigwaren, Gelati oder dem feinen Cappuccino und Caffè ! Ich mag Italien auch wegen der hervorragenden Küche (nicht vergebens meinen viele Leute: Du kannst hingehen wo du willst - du wirst feines Essen finden). Ich mag Italien auch wegen der Morgen-Buffets voll mit leckeren Kuchen, Torten und anderweitigen Süssigkeiten. Ich mag es wegen den "Gipfeli" mit leckeren Füllungen.

PS: Italiener sprechen nicht gern französisch, noch weniger gern Deutsch vielleicht ein wenig Englisch am liebsten aber italienisch. Italiener können gut Flirten, sind charmant, geben fast nie auf und haben allgemein ein ganz ganz grosses Herz. Da hat es viel Platz. Für vieles und für viele.
Italiener mögen gerne Musik. Früher war sie besser als die von heute. Aber das ist nicht nur in Italien so.
Italiener sind oft fröhlich, lachen gerne und es ist genau das, was ich an Italien und den Italienern besonders mag. Diese gewisse Unbeschwertheit und Lebensfreude.
Hey Italien … ich komm bald wieder. Denn nirgends sonst wo finde ich so viele wunderbare Altstädte, verwinkelte Gassen und Gässchen, so schmucke Küstenstädtchen, so viel Meer (das sich zwar meist fein säuberlich nach Farben der Sonnenschirme getrennt, jedoch von einem Bademeister überwacht, in privatem Besitz zu befinden scheint).




In Italien findest Du - im Gegensatz zum Beispiel zur Schweiz - in jeder (Alt)-Stadt und in jedem Dorf Überwachungs-Kameras, die helfen und sicherstellen sollen, dass vieles so bleibt wie es ist. Dass Vandalen und Diebe weniger Chancen haben sollen, ihr Werk zu vollbringen. Und ganz offenbar stört sich keine und keiner daran.


Aber dennoch, weit hinten und ein wenig verborgen ...


Kurz: Italien - du bist in vielem so anders - wenn auch so nah. Du gibst mir die Möglichkeit, auch das eine oder andere aus unserem Leben in der Schweiz wieder mal kurz zu reflektieren, zu hinterfragen um dann feststellen zu können. Es ist schön hier in der Schweiz zu leben, auch weil ich die Möglichkeit habe, rasch mal wenige hundert Kilometer in einem andern Land mit andern Menschen und anderen Gepflogenheiten zu realisieren:
- wie schön es anderswo ist
- wie schön es immer wieder ist, nach einer Reise zurück zu kehren















Montag, 1. Juni 2026

Viele kleine Abschiede

 



 

Mit 70 Jahren oder gar mehr kommt nun eine Zeit, in der sich die vielen kleinen Abschiede häufen können und werden.

Seien es Abschiede von geliebten Menschen seien es Abschiede von Musikern, Schauspielern oder grossen Denkern, Schriftstellern oder gar Führer dieser Welt, die du in jungen und vergangenen Jahren geliebt, bewundert oder gar vergöttert hast.

Seien es Gegenstände in deinem Haushalt, die du nicht mehr benötigst, die dir nichts mehr bedeuten, die einfach nur im Wege herumstehen oder in einer Schublade darauf warten, dass sie verschenkt, verkauft oder entsorgt werden können. Da du im Alter von über 70 Jahren vieles einfach nicht mehr brauchst, weil andere Dinge an Wichtigkeit zunehmen und gewisse materielle Güter an Bedeutung verlieren. Materielle Güter, die einzig noch die Daseinsberechtigung in Form einer Erinnerung, einer oft schönen oder zumindest interessanten Erinnerung.

Ich verneige mich vor all diesen Gegenständen. In Dankbarkeit denen gegenüber, die mir zu einer bestimmten Zeit etwas bedeutet haben, die mir wichtig waren und die meine Begleiter auf Zeit waren. 

Prioritäten verändern sich - ein Zeichen des stetigen Wandels im Kleinen. Ein oft schmerzhaftes oder auch lustvolles Loslassen, das manchmal nicht nur einfach ist, das aber bewusst geübt werden kann.


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Dienstag, 19. Mai 2026

Eine Reise im Mail - eine Reise im Osten Canada‘s - eine Reise voller Erlebnisse und Gedanken


Canada - Halifax, Lunenburg, Wolfville, Québec, Montreal - mit dm Auto und dem Zug.

Lang lang ist‘s her, dass ich zum letzten Mal Canada besucht habe. Früher - da war ich oft jährlich oder zumindest alle 1 1/2 Jahre in Canada. Vor allem in Québec und in Montreal.

Der Geburtsort meiner ehemaligen Frau und Mutter meiner beiden Töchter. Der Ort der Eltern von P. und der die Heimat der Grosseltern und Onkel, Tanten und Cousins meiner beiden Töchter. Ein halbes Leben haben wir immer wieder hier verbracht, so dass Heimat nicht nur aus der Schweiz, sondern auch aus Canada bestand.

Jetzt, nach vielen vielen Jahren bin ich also wieder hier gelandet. Diesmal mit Start in Halifax, denn meine Tochter G. hat es ausgerechnet hierher verschlagen. OK. Ausgerechnet sagt man wohl immer dann, wenn man noch keine grosse Ahnung hat. Keine grosse Ahnung davon, was Halifax bieten kann. Wie es sich anfühlt in Halifax und wie es sich lebt in Halifax.

Die Stadt ist schön, überschaubar und vor allem - liegt am Meer, am Atlantik. Dieses Meer prägt alles: das Leben, das Essen, die Freizeit. Es ist nicht nur überall, es ist auch überall zu riechen.


… wird fortgesetzt … schaumspäter wieder vorbei


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