Sonntag, 26. Juli 2026

Von der Toleranz und Akzeptanz

 


Ein sehr schwieriges Thema. Und herausfordernd. Für alle. Für die, welche Toleranz einfordern und für die, welche Toleranz nicht geben können, weil es gegen Prinzipien verstösst. Aber auch für alle die, welche oft tolerant sind und dabei merken, wie rasch man da an seine eigenen Grenzen stossen kann.

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Verständnis heißt nicht, man kann etwas versteht, sondern es im Licht der Toleranz zu sehen.


Akzeptieren heißt, die Realität anzuerkennen. Respektieren heißt, die Würde des Anderen zu achten. Tolerieren heißt, etwas auszuhalten, das man nicht gutheißt.

Ertel, Timo
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Es muss schwierig sein und oft kaum auszuhalten, wenn eine "Art zu leben und zu lieben" nicht nur nicht toleriert oder abgelehnt wird, sondern gar regelrecht bekämpft wird. Wenn Menschen, die diese "Art zu leben und zu lieben" mit Verachtung und Hass übersäht werden. Von Menschen, die sich zwar in keiner Art und Weise persönlich von Homosexuellen bedroht werden müssen und dennoch nur Hass als Antwort auf eine ihnen fremde Lebensart übrig haben. Vielleicht weil sie selber zutiefst verunsichert und unglücklich sind ? Vielleicht, weil sie irgendetwas nachplappern, was ihnen gewisse politische Strömungen und religiöse Extremisten vorgeben. Ohne zu überlegen, ohne nachzudenken, ohne Hirn, Verstand und Anstand.
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Toleranz beginnt mit dem Verzicht auf die kulturelle Inanspruchnahme von Recht und Unrecht, richtig oder falsch.

Thomas Voiß

Die eigenen Merkmale nicht verlieren, doch auch die fremden akzeptieren, nur so kann Toleranz funktionieren.

Kühn-Görg, Monika

Toleranz bedeutet nicht Gleichgültigkeit, sondern Annehmen des Andersartigen. 

Exler, Georg-Wilhelm

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Nicht nur bezüglich Homosexualität, besonders auch bezüglich Glauben und Religion ist Akzeptanz und Toleranz ein Begriff, der bei zu vielen Menschen verkümmert oder gar nicht mehr vorhanden ist.


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Werden Andersgläubige Ungläubige genannt, ist dies unglaublich intolerant.

Kühn-Görg, Monika

Der größte und wichtigste Unterschied zwischen Religion und Wissenschaft: Wissenschaft entwickelt sich stets weiter, da durch Widerspruch inspirierbar. Religion dagegen will für Stillstand sorgen und täuscht dem Menschen damit etwas vor, was es nicht gibt. 

Thomas Riedisser

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Es ist für uns alle eine riesengrosse Herausforderung, dass wir uns nicht dazu hinreissen zu lassen - zuerst durch fehlende Toleranz und Akzeptanz - dann dem Hass freien Lauf zu gewähren. Der Einfachheit halber. Und weil es so verdammt schwierig ist, sich vertieft mit den eigenen Gefühlen und Ängsten sowie den persönlichen Grenzen und ihrer Konsequenz auseinander zu setzen.


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Wo Bildung schweigt, predigt der Hass.

Ertel, Timo


Gewalt und Hass sind immun gegen Liebe. Man kann sie nur mit Faust und Peitsche vertreiben. Das ist es, was für den Liebenden so schwer begreiflich ist. 

Keimel, Markus


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Darum...



Die Konsequenz des Glücks ist die Liebe. Sie trägt Hoffnung und Freude als Licht ins Herz

Artinger, Heidi Maria


„Niemals in der Welt hört Hass durch Hass auf. Hass hört durch Liebe auf.“ – Buddha 


„Die Liebe und das Mitgefühl sind die Grundlagen für den Weltfrieden – auf allen Ebenen.“ – Dalai Lama 


Nichts ist relativer als die Normalität.  Exler, Georg-Wilhelm






Mein persönliches Plädoyer:
Ich liebe Menschen, die nicht genau gleich
"ticken", denken, fühlen, leben (*)
genau gleich fest wie ich Menschen liebe,
die mir in dieser oder jener Lebensart
ein bisschen ähnlicher sind. Oft gar mehr !
Und Du ? Versuch es doch auch !

(*) Staatszugehörigkeit, Religion + Glauben,
Hautfarbe, Rasse, Sexuelle Ausrichtung ...











Sonntag, 19. Juli 2026

Italien - Ligurische Küste: Sanremo, Bergeggi, Spotorno, Noli, Savona // Text: Italien und die Italiener

 


    









mehr Fotos Ligurische Küste





Italien / die Italiener

Um es gleich vorweg zu nehmen. Sie sind anders. Anders als wir. Dürfen sie auch. Sollen sie auch.

Sie grüssen zum Beispiel nicht auf dem Wanderweg oder an der Bushaltestelle. Dieses ewige "Grüezi" oder "Grüessech" wie bei uns in der Schweiz, das fehlt. Soll auch erwähnt werden, dass eben dieses antrainierte Schweizer "Grüessech" auch nicht überall gern gehört wird. Habs auch mal schon ausprobiert, am Bahnhof Bern oder Zürich, beim Warten auf den Zug. Jesses, wie die Leute dich anstarren.
Zurück zu den Italienern.
Sie sind viel unterwegs. Weil sie ihre "macchina" (Auto, kleines Auto, ganz kleines Auto, Motorrad oder Motorroller, Vespa) so sehr lieben, gehen sie auch gern mal mit ihrem Kehrricht zu Fuss so ca. 200 Meter weit zu ihrer macchina, steigen ein, und brummeln dann so ca. 400 Meter zum nächsten Container, um den Mist los zu werden. Dann alles wieder zurück, am Schluss wieder ca. 200 Meter zu Fuss. Ein bisschen Bewegung schadet ja nicht.
Und die Motorroller-FahrerInnen, die kleben immer ca. 5-10 cm vom Rand der ausgezogenen Mittellinie entfernt. Klar, natürlich - immer auf der Gegenfahrbahn. Hab mich gefragt, ob es in italienischen Spitälern spezielle Abteilungen für Motorrad- und Motorroller-FahrerInnen gibt. Wo man dann so ganz unter sich sein kann.
Sie kleiden sich gerne gut. Manchmal ein wenig knapp - vor allem wenn Frau und vermutlich noch jung und unverheiratet. Dann darf ruhig ein bisschen mehr vom Gehalt für ein bisschen weniger Stoff drauf gehen.
Sie reden gern. Sie reden viel. Sie reden pausenlos, könnte man ab und zu meinen. Über was sie da ununterbrochen sprechen entzieht sich meiner Kenntnis, da ich im Italienischkurs bei Lektion 8 feststecke. Ganz unter uns: Das soll sich jetzt ändern. Subito.
Die Männer - ok, nicht ganz alle - die greifen sich oft zwischen die Beine, und ziehen an ihrem Ding. Müssen es wohl neu platzieren oder wollen einfach sicher sein, dass das Teil einfach noch da ist. Ist ja auch wichtig und ganz legitim. In Italien.
Die Hunde dürfen mit in den Supermarkt. In speziellen Karton-Hundeboxen, die dann einfach in den Einkaufswagen gestellt werden. Und los geht das Einkaufsvergnügen. Die Hunde gucken meist ganz fröhlich zu, was die Herrchen oder die Frauchen diesmal so auswählen. Speziell bei der Frischfleisch-Abteilung wedelt es noch ein bisschen mehr als dort beim Gemüse und den Früchten.


Bleibt zu sagen. Ich mag sie, die ItalienerInnen. Nicht nur wegen den leckeren Teigwaren, Gelati oder dem feinen Cappuccino und Caffè ! Ich mag Italien auch wegen der hervorragenden Küche (nicht vergebens meinen viele Leute: Du kannst hingehen wo du willst - du wirst feines Essen finden). Ich mag Italien auch wegen der Morgen-Buffets voll mit leckeren Kuchen, Torten und anderweitigen Süssigkeiten. Ich mag es wegen den "Gipfeli" mit leckeren Füllungen.

PS: Italiener sprechen nicht gern französisch, noch weniger gern Deutsch vielleicht ein wenig Englisch am liebsten aber italienisch. Italiener können gut Flirten, sind charmant, geben fast nie auf und haben allgemein ein ganz ganz grosses Herz. Da hat es viel Platz. Für vieles und für viele.
Italiener mögen gerne Musik. Früher war sie besser als die von heute. Aber das ist nicht nur in Italien so.
Italiener sind oft fröhlich, lachen gerne und es ist genau das, was ich an Italien und den Italienern besonders mag. Diese gewisse Unbeschwertheit und Lebensfreude.
Hey Italien … ich komm bald wieder. Denn nirgends sonst wo finde ich so viele wunderbare Altstädte, verwinkelte Gassen und Gässchen, so schmucke Küstenstädtchen, so viel Meer (das sich zwar meist fein säuberlich nach Farben der Sonnenschirme getrennt, jedoch von einem Bademeister überwacht, in privatem Besitz zu befinden scheint).




In Italien findest Du - im Gegensatz zum Beispiel zur Schweiz - in jeder (Alt)-Stadt und in jedem Dorf Überwachungs-Kameras, die helfen und sicherstellen sollen, dass vieles so bleibt wie es ist. Dass Vandalen und Diebe weniger Chancen haben sollen, ihr Werk zu vollbringen. Und ganz offenbar stört sich keine und keiner daran.


Aber dennoch, weit hinten und ein wenig verborgen ...


Kurz: Italien - du bist in vielem so anders - wenn auch so nah. Du gibst mir die Möglichkeit, auch das eine oder andere aus unserem Leben in der Schweiz wieder mal kurz zu reflektieren, zu hinterfragen um dann feststellen zu können. Es ist schön hier in der Schweiz zu leben, auch weil ich die Möglichkeit habe, rasch mal wenige hundert Kilometer in einem andern Land mit andern Menschen und anderen Gepflogenheiten zu realisieren:
- wie schön es anderswo ist
- wie schön es immer wieder ist, nach einer Reise zurück zu kehren















Von der Toleranz und Akzeptanz

  Ein sehr schwieriges Thema. Und herausfordernd. Für alle. Für die, welche Toleranz einfordern und für die, welche Toleranz nicht geben kön...